Goldene Tipps

Goldene Tips: Die Liste für besseres Video

Zum Ende dieses Buches hin möchte Ich Ihnen ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben. Gehen Sie diese auch durch bevor Sie mit der Kamera auf Achse gehen. Ich denke noch mit Entsetzen daran wie alle meine Akkus der Reihe nach an den Niagarafällen den Dienst versagten. Darum: Vorbeugen ist besser als heilen.

Gut gepackt ist halb gefilmt:

1. Wenn möglich, nehmen Sie ein Stativ mit und verwenden es auch. Der Betrachter wird Ihre ruhigen Aufnahmen zu schätzen wisse.

2. Verwenden Sie Stoß und witterungssichere Taschen zum Transport der Videoausrüstung

3. Überprüfen Sie Ihre Linse und Objektive auf Staub oder getrocknete Regentropfen und reinigen Sie diese bei Bedarf. Äußerst unangenehm wirkt sich der ``Grauschleier`` bei Gegenlicht im Video aus.

4. Sorgen Sie für ausreichend Videobänder, Reservebatterien Und Akkus. Bei letzterem den Ladezustand überprüfen. Ein zusätzlich eingepacktes Ladegerät für Netz oder Auto ist oft sehr hilfreich.. Durch einen Temperaturwechsel kann der Ladezustand oft drastisch abfallen.

 

Filmen: aber richtig

1. Ein Drehbuch vorher erstellen oder spätestens beim Filmen eines `´im Kopf`´haben. Nichts ist ärgerlicher beim Videoschnitt ein Übergangsmotiv zu vermissen. Lieber zuviel filmen als zu wenig. Durch die später folgende Nachbearbeitung können Sie alles überflüssige weglassen.

2. Ein arger Anfängerfehler ist das ständige `´spielen`` mit dem Zoom. Lassen Sie das Motiv die Bewegung ausführen nicht die Kamera. Das Zoomen und ständig Hin und Her schenken ergibt ein sehr unruhiges Bild. Besser ist Stoppen und neu Starten der Aufnahme nach geändertem Motiv oder der Brennweite.

3. Ebenfalls wirkt sich ein `´Achsensprung`` also ein Richtungswechsel um 180 Grad negativ auf die Bildgestaltung aus. Person läuft bei jedem Schnitt in eine andere Richtung wie soll da der Betrachter klar kommen?

4.Mit Hilfe von Textwerkzeugs lassen sich nicht nur starrere Titel für Einblendungen erstellen sondern sogar animierte Titel. Jede in Ihrem PC-System verfügbare Schriftart kann dafür genutzt werden. Text, Schriftart und Farbe lassen sich dabei frei wählen.

5. Ändern Sie aber öfters Ihren Blickwinkel und zeigen den Zuseher die Dinge aus einer ganz anderen, nie gesehenen PersTiteltive. Filmen Sie zum Beispiel vom Boden aus und zeigen Ihm das Ungewöhnliche.

6. Nehmen Sie bei veränderter Beleuchtung einen erneuten Weißabgleich mit dem Kameradeckel oder einem weißen Blatt Papier vor.

7. Vermeiden Sie abrupte Temperaturschwankungen. Kamera und Filmmaterial reagieren sensibel darauf.

8. Vermeiden Sie wärend der Aufnahme zu sprechen. Camcorder Mikrofone nehmen den Ton in nächster Nähe sehr laut auf. Bitten Sie auch Ihre Begleitung unpassende Kommentare wärend des Filmens zu unterlassen auch wenn es noch so schwer fällt. Nachträglich den Ton rauszuschneiden und ein passendes Audio zu finden ist nicht so einfach. Zudem wirkt nachträglich aufgesprochener Kommentar besser als` `und da sehen Sie jetzt den Eifelturm im Bild.``

9. Ein weiteres Problem mit Audio ergibt sich wenn man Teleaufnahmen hat. Das Bild ist nah aber das Audio klingt aus der Ferne. In solch einem Falle gehen Sie zusätzlich noch einmal nah heran und filmen erneut. Dieses so erstellte Audio aus der Nähe können Sie meist zu den Teleaufnahmen dazu schneiden.

10. Sammeln sie Audio und Video soviel Sie können. Sie werden oft irgend etwas als Hintergrung oder Übergang brauchen können. Ein sich im Wind wiegender Herbstbaum als Hintergrund zum Titel für einen Herbstausflug, ein Maiglöckchen das sich durch den Schnee kämpft sind auch nach Jahren noch attraktiv in einem Wintervideo. Auch `´Tonkonserven`` sind sehr nützlich. Ein passendes Plätschern eines Bachs, knirschender Schnee unter Schuhen oder Stimmengewirr im richtigen Dialekt parat zu haben, ist oft sehr nützlich.

 

Nachberabeiten: Das Beste rausholen

1. Soweit als möglich sollten Sie immer den `´Ursprungscodec`` durchgehend benutzen und erst ganz am Ende das Video auf Ihre Wunschgröße und Codec ``eindampfen`` Es liegt einfach daran, das Bildinformationen die rausgerechnet wurden nicht einfach wieder zu bringen sind.

2. Ebenso verhält es sich mit Bildern beim weiterverarbeiten. Ein Gif-Bild besitzt nun mal nur 256 Farben und auch wenn ich es in ein BMP konvertiert wird, kommt auch keine bessere Bildqualität dabei heraus, da der Ursprung nur 256 Farben hatte. Mit JPEG verhält es sich ähnlich und es sollte daher immer die erste Wahl auf unkomprimierte BMP,TIFF und TGA fallen. Mit letzteren zwei Formaten haben Sie noch die Möglichkeit Alphakanäle zu speichern.

3. Schneiden Sie alle schlechten Szenen heraus. Das Originalband behalten Sie ja und für Sie wichtige Scenen bleiben Ihnen somit erhalten. Nur bitte, langweilen Sie Ihr Publikum nicht damit. Als Richtlinie betrachte ich immer einen Rest von 10% als gutes und brauchbares Material. Lieber spannende 10 Minuten als 1 Stunde Langeweile.

4. Eine Überlegung sollte ist auch das Publikum wert. Für wen und welche Altersgruppe ist das Video gedacht? Ist es ein feierlicher Hochzeitsvideo, der Betriebsausflug oder ein Kindergeburtstag. Schnitt, Kommentar und Musikauswahl sollte man darauf abstimmen.

5.Mit dem Textwerkzeug kann in null Komma nichts ein Titeltext ins Bild gezaubert werden. Ein Titel muss nicht immer bewegt sein - zuviel drehende und wirbelnde Texte können auch das Zuschauerauge überanstrengen. Der Einfachheit halber bekommen Sie in diesem Workshop "das volle Programm" - die Animation lassen Sie bei Bedarf einfach weg.

6. Achten Sie auf spannende und abwechslungsreiche Übergänge. Sehr sparsam sollten sie die Transitionen anwenden. Bringen Sie Abwechslung wie in den vorhergehenden Kapiteln gezeigt wurde.